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30.11.2015 09:04 Alter: 236 days

Ablösung der mechanischen Welt

Zeitungsbericht aus "Der Neue Tag"


Jahrhundertelang wurden Maschinen von Menschen und mit viel Mechanik gesteuert. In zunehmendem Maße übernehmen heutzutage elektronische Steuerungen diese Aufgabe. Auch wenn viele es nicht wahrhaben wollen: Es steht längst fest, dass die Elektronik weniger Fehler macht als der Mensch.

Von Siegfried Bühner

Weiden. Das Weidener Unternehmen ISA Industrieelektronik GmbH produziert diese Steuerungsanlagen seit Jahren mit großem Erfolg. Der Name „ISA“ steht für „Intelligente System Automatisierung“ und beschreibt genau, was bei der ISA Industrieelektronik GmbH produziert wird. „Wir können jede Maschine steuern, sogar einen Roboter“, sagt Michael Roith, Bereichsleiter für Automation des Elektronikunternehmens ISA im Industriegebiet Brandweiher. Entsprechend breit ist deshalb auch der Kundenkreis und das Fertigungsprogramm. Derzeit gibt es zwar einen Schwerpunkt im Wasserbereich wie zum Beispiel der Steuerung von Schleusen, von Kläranlagen oder der Trinkwasseraufbereitung. Auch Eisenbahnunternehmen haben Abwasserreinigungsanlagen für Schienenfahrzeuge in Auftrag gegeben. Für die Stadt Vilseck ist momentan eine Steuerung eines Trinkwasserbrunnens in Arbeit. Der Blick auf abgeschlossene Aufträge zeigt die große Breite der Einsatzbereiche von Steuerungsanlagen der Marke ISA. Dazu zählen Produktionsprozesse in der Automobilindustrie und anderen Industriebereichen, Sandwerke und sogar ein Raketenstartplatz. Auch das Ausland ist dabei, zum Beispiel Weißrussland und die dortige Produktion von Holzzementplatten. Und die US-Armee zählt zu den Kunden. Allerdings ist Deutschland das Hauptabsatzgebiet von ISA.

Beim Besuch des Unternehmens erfahren wir auch viele technische Details über Steuerungsanlagen. Sie arbeiten meistens mit Sensoren, wie zum Beispiel Wärme-, Füllstand-, oder Zeitsensoren. Auch Kameras und Bildverarbeitung zählen dazu. Zentraler Bestandteil von Steuerungsanlagen ist auch ein Schaltschrank mit der sogenannten CPU (Central Processing Unit). „Das ist der eigentliche Datenträger, quasi das Gehirn der Anlage. Er ist nicht viel größer als eine große Sicherung“, erläutert Bereichsleiter Roith. Und ISA-Finanzchef Jürgen Landstorfer ergänzt: „Wir sind oftmals strategischer Partner für Mittelstands unternehmen.“ Gegenüber der Gründerzeit des Unternehmens vor rund 20 Jahren seien moderne Steuerungsanlagen viel kleiner und bieten viel mehr Funktionen, um gezielt zu reagieren. Betont wurde auch: „Anlage Sicherheit ist heute das große Thema.“ Besonderen Wert legt ISA auch immer auf die „Schnittstelle Mensch Maschine“, angesiedelt überwiegend am Bedienungselement der Anlage.

Schließlich präsentieren die Unternehmensvertreter das „Wildretter Projekt“, das bereits breite Aufmerksamkeit erzielt habe. „Ziel ist die Entwicklung eines Anwendungssystems zur Kitzrettung beim Mähen landwirtschaftlicher Flächen“, erklären sie. Zusammen mit den Partnern CLAAS Saulgau GmbH, dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt und der Technischen Universität München wurden dabei Sensoren und Auswerteverfahren entwickelt, welche Rehkitze im hohen Gras sicher erkennen können. Fördermittel gibt es dafür von der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung.


„Derzeit arbeiten wir an der Marktreife einer Drohne zur Kitzerkennung“, berichtet Landstorfer.

 
Quelle: oberpfalznetz.de / Der Neue Tag

 

 


 

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